ASB Magazin
März 2024
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© ASB Brandenburg

Der Brandenburger ASB-Wünschewagen

Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

Erinnerungen lassen sich nicht statistisch festhalten, ebenso wenig wie Momente des Glücks und der Freude. Dennoch blicken wir in dieser Ausgabe auch mit einigen Zahlen auf unser Wünschewagen-Jahr 2023 zurück. Es war in Brandenburg bereits das siebte Jahr dieser einzigartigen Initiative, die es Sterbenden ermöglicht, kostenlos eine letzte Reise mit medizinischer Betreuung zu unternehmen. 

Im vergangenen Jahr gab es für den Brandenburger Wünschewagen mehr als 150 Anfragen, von denen viele aus verschiedenen, meist medizinischen Gründen leider nicht umgesetzt werden konnten. Dennoch fuhr der ASB-Wünschewagen 49 Fahrgäste an ihre letzten Sehnsuchtsorte und legte dabei 25.736 Kilometer zurück. Die häufigsten Reisewünsche waren Fahrten an die Ostsee und nach Hause. Viele Fahrgäste wollten an privaten Ereignissen teilnehmen – zum Beispiel an der Hochzeit des Sohnes, der seinen Partner in einer kleinen Kirche heiratete und unendlich glücklich war, dass sein Vater dabei sein konnte. Schön war auch die Reise von Hedwig, die mit 89 Jahren ein letztes Mal zum Angeln an ihren Lieblingsteich nach Pritzwalk fuhr. 

Viele besondere Momente
2023 gab es auch wieder besondere Erlebnisse, etwa das Heimspiel des FC Bayern München im ausverkauften Stadion, das Roland-Kaiser-Konzert in Dresden oder die prächtige Cavalluna-Show, die ein Mann aus Brandenburg an der Havel erleben konnte. Ein mutiger Fahrgast wagte die Fahrt über die Rappbodetalsperre und sauste mehrere Hundert Meter im Flug hinüber – welch ein Erlebnis! Alte Freunde treffen, die Füße ins Meer halten, über Seebrücken schlendern und im Garten mit den Liebsten Kuchen essen – meist waren es wieder diese kleinen Wünsche, die für die Fahrgäste und deren Angehörige das Größte waren. Der jüngste Fahrgast war 41, der älteste 95 Jahre alt, das Durchschnittsalter lag bei 67 Jahren. Die Fahrgäste kamen aus ganz Brandenburg und lebten meist in Hospizen. 

Besonders erfreulich verliefen die Spendenaktionen. Viele Unternehmen sammelten im Rahmen von Betriebsfeiern oder zu Weihnachten, Privatpersonen liefen bei Spendenläufen für den ASB-Wünschewagen und Träger sozialer Einrichtungen spendeten Basar-Einnahmen. Hinzu kamen zahlreiche private Spenden, dank derer der Brandenburger Wünschewagen auch in diesem Jahr wieder viele Menschen an ihre letzten Sehnsuchtsorte fahren kann. 


Text: Fanni Brinkmann